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Die Wachau zählt zu den reizvollsten und kulturhistorisch ältesten Landschaften Österreichs. Inmitten einzigartiger Terrassengärten, die allgegenwärtig die Talschaft überwachen, liegt Weißenkirchen, ein Ort von besonderer Prägung.

Im Weingut Prager wird Tradition als gegenwärtiger Auftrag der Vergangenheit fortgeschrieben. Die Vorfahren der Familie haben hier schon seit Generationen Weinbau betrieben.

In einem Erbrechtsbrief des Klosters Michaelbeuern, dessen Original sich im Familienbesitz befindet, werden 1715 drei Weingärten erwähnt, die sich bis heute im Bestand des Gutes erhalten haben.

Die Rieden:
Ritzling, Hinter der Burg und Leber.

Franz Prager zählt zu den Pionieren des Wachauer Weinbaues und hat das Gut zu einem der besten in der Wachau gemacht. Er war 1983 einer der Initiatoren für die Vereinigung "Vinea Wachau", die dem Gebiet letztlich zu seinem besonderen Status unter Österreichs Regionen verhalf. Bis 1988 stand Franz Prager dem Gebietsschutzverband auch als Obmann vor.

Ilse und Toni Bodenstein sind nunmehr seit Beginn der Neunziger für die Qualität des Gutes verantwortlich.


Die zentrale Philosophie:

Die Weine müssen ein Abbild der jeweiligen Lage sein. Den vielgestaltigen Gegensätzen auf engstem Raum, den einzigartigen Bodenformationen und dem subtilen Mikroklima versucht Toni Bodenstein gerecht zu werden.
Die Weine müssen für die unterschiedlichen Herkünfte sprechen. Entsprechend unverwechselbar sind die feinen Unterschiede der einzelnen Lagenweine. Handlungsweisen im Weingarten und Keller sind darauf abgestimmt, die naturgegebenen Unterschiede herauszuarbeiten. Im Sinne des Codex Wachau ist das Arbeiten mit autochthoner Hefe Wesentlicher Eckpfeiler der Gutsphilosophie.

Auch der Einsatz von Enzymen wird grundsätzlich abgelehnt. Vergärung und Ausbau der Weine erfolgen im Stahltank mit dem Ziel, die Finesse und Eleganz zu heben. Die Flaschen sind ausschließlich mit Naturkork verschlossen.

Die großen Lagen des Weingutes liegen teils in Weißenkirchen in den Rieden "Steinriegl", "Klaus", "Achleiten" und "Weitenberg" sowie in Dürnstein im "Kaiserberg" und in der "Hollerin" .    Zusammen sind es 13 ha Weingärten, die zum Teil in extremer Steillage auf Terrassen bewirtschaftet werden. Sortenmäßig entfallen 70% auf Riesling, 30% auf Grünen Veltliner.

Die Weine sind gekennzeichnet durch ihre unverwechselbare und unverkennbare Struktur: fruchtbetont und terroirspezifisch. Die trocken durchgegorenen Weine im klassischen "Federspiel" - (12%vol) und "Smaragd" - Bereich (13%vol) haben den größten Anteil. Die Möglichkeit in diesem einzigartigen Landstrich Winzer zu sein, ist gleichsam Vermächtnis wie Herausforderung.

 
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